Die KITA in Corona-Zeiten

Der zweite Lockdown im Dezember 2020 war für unser Kitateam nicht sonderlich überraschend. Aufgrund der stetig ansteigenden Zahlen hatten wir eigentlich schon früher damit gerechnet. Manche unserer Regelungen wurden im Vorfeld in Frage gestellt, doch hätten wir nicht von Anfang an so verantwortungsbewusst gehandelt, wären wir sicher nicht so unbeschadet durch die Herbstmonate gekommen. Dies bedeutete für unser Leitungsteam eine Herausforderung, zum Wohl aller im Haus. Kurz vor den Weihnachtsferien blieben auch wir nicht mehr verschont, eine Kindergartengruppe musste in Quarantäne, die Weihnachtsferien wurden daraufhin von unserem Träger verlängert. Corona war plötzlich ganz nah! Hatten wir als Personal Angst? Darüber denken wir während des Arbeitsalltags so gut wie nicht nach. Wichtig ist, dass unsere Kinder so viel Normalität erleben, wie es geht, egal wie. Würden wir darüber nachdenken, käme kaum noch jemand zur Arbeit. Alles, was uns schützt, ist ein kleines Stückchen Stoff vor Mund und Nase, sowie die Regelungen unseres Hygienekonzeptes, das ist alles. Wir können nicht voneinander Abstand halten oder uns hinter einer Plexiglaswand verstecken. Von der Politik werden Kindertagestätten ziemlich allein gelassen. Vieles ist nicht klar genug definiert. Regelungen, die heute gelten, können morgen bereits ganz anders sein. Entscheidungen wälzt man auf Träger und Leitungen ab, der Schutz von Mitarbeitern und Kindern wird heruntergespielt. Dies führt zu Verunsicherungen bei allen Beteiligten. Und ja, auch wir haben manchmal Angst – um unsere Familien, davor uns anzustecken. Trotz all dem geben wir jeden Tag unser Bestes! Wir sind dankbar, dass wir arbeiten können und nicht in Kurzarbeit müssen. Dankbar für viele aufmunternde Worte der Eltern, für das Engagement unseres Elternbeirats. In der Notbetreuung befinden sich gerade ca. 20 Kinder, die unsere ungeteilte Aufmerksamkeit sehr genießen und uns ihr fröhliches Lachen schenken. Es macht Spaß, für unsere Kinder zuhause Videos zu drehen oder sich im virtuellen Morgenkreis zu sehen. Elterngespräche finden online statt, denn es ist uns wichtig, Kontakt zu halten. Die Krippenkinder haben sogar einige Bilder von ihren Schneemännern geschickt.

Egal ob zuhause, oder in der Notbetreuung, eines verbindet uns miteinander: Die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen alles Gute und vor allem: bleiben Sie gesund, denn dies ist das Wichtigste!

Christine Giersig

Albrecht Fietz

Datum

17. März 2021