Frau Kapitän verlässt das Schiff

Nach gut 25 Jahren verlasse ich nun unser lang gedientes Schiff und gebe das Steuerrad in jüngere Hände. Wir hatten all die Jahre viele unterschiedliche Fahrten zu bewältigen, manchen Sturm durchzustehen, fremde Gewässer uns zu eigen gemacht, ruhige Flauten abgewartet oder waren auch im schönsten Sonnenschein gesegelt. Die Crew hatte zum Teil in den Häfen manchmal einen Wechsel erfahren und musste immer wieder neu ihre zugeteilten Aufgaben finden und zusammenwachsen. Unsere Passagiere sollten sich immer wohl an Bord fühlen und gern mit uns fahren. Dazu hatte die Crew ihr Bestes gegeben, um diese gut zu versorgen.

Ich danke dem Eigner, dass er immer gut für sein Schiff und die gesamte Crew sorgte. Die Zusammenarbeit mit ihm und der Crew war für mich eine tolle Zeit. Wir durften viel zusammen erleben! Ohne diese Mannschaft, die immer hinter mir stand, hätte ich das Schiff niemals steuern können. Vielen Dank dafür! Auch ohne Bewahrung, Ermutigung und Zuspruch „aus der Höhe“ hätte ich nie so lange durchhalten können. IHM sei dafür Danke gesagt!

Euch allen wünsche ich weiterhin eine gute Fahrt. Viele lustige Passagiere, die viel bei ihrer Reise erleben und lernen wollen. Und wenn demnächst eine Renovierung des Schiffes ansteht oder sogar ein Schiffswechsel, dann haltet als Kapitän und Crew weiterhin gut zusammen und bewältigt souverän alle Höhen und Tiefen. Danke der neuen Kapitänin, die gerade sehr motiviert das „alte“ Schiff übernimmt. Ich wünsche ihr allezeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Esther Bewernik

 

Verabschiedung von Esther Bewernik

Liebe Esther,

im Namen des Kirchenvorstands und der gesamten Gemeinde St. Matthäus und natürlich auch ganz persönlich bedanke ich mich bei dir für 25 Jahre Leitung der Kindertagesstätte St. Matthäus. Du hast über so viele Jahre die verschiedenen Teams und den ganzen Kindergarten mit deiner großzügigen, verständnisvollen, warmen und kooperativen Art der Leitung geprägt. Deinen ruhigen und besonnenen Charakter durfte ich selbst seit nunmehr sieben Jahren Pfarrdienst in der Gemeinde erleben. Die Zusammenarbeit mit dir habe ich stets als sehr konstruktiv und partnerschaftlich erfahren dürfen. Unsere Gespräche waren von Wertschätzung und großer Offenheit geprägt. Hervorheben möchte ich auch deinen persönlichen Glauben an Jesus Christus, der für dich immer die Grundlage deines Lebens und deiner Arbeit war und ist. Die Prägung der Kita durch einen lebendigen und nicht rein institutionellen Glauben war stets deine Leidenschaft. Unaufdringlich, aber dennoch klar und überzeugt hast du deinen Glauben über all die Jahre mit deinem Team und den Kindern gelebt. Großartig!

Nun ist die Zeit des Abschieds für dich gekommen. Du hast mir erzählt, dass du mit einem weinenden und einem lachenden Auge gehst. Ich glaube, so sollte es sein. Mit einem weinenden, weil du über all die Jahre nicht nur deinen Job gemacht hast, sondern dein Herz und dein Leben in Menschen investiert hast, die dir wichtig waren. Dein Beruf war auch deine Berufung.

Mit einem lachenden Auge, weil du nun eine reiche Ernte genießen darfst, weil du die Kita einer Leitung übergeben darfst, die wie du vom Glauben motiviert, ihr allerbestes geben wird, damit unsere Kita weiterhin eine vom Geist Gottes erfüllte Einrichtung bleibt.

Weil du jetzt nach dieser getanen Lebensaufgabe dankbar zurückblicken darfst auf Gottes Treue und Hilfe. Weil du jetzt Zeit hast für deinen Mann, deine Kinder und Enkelkinder. Weil Gottes Berufung auf deinem Leben bleibt. Du bist seine geliebte Tochter, erfüllt von seiner Liebe, berufen in den Werken zu leben, die Er weiterhin für dich vorbereitet hat. Denn dass du weiterhin ein Segen für andere Menschen sein wirst, darüber gibt es keinen Zweifel.

Bleib behütet!

Dein Tommy Bachmann

 

 

Verdienter Ruhestand

Nach über 25 Jahren geht die Leitung der Kindertagesstätte, Esther Bewernik, in den wohlverdienten Ruhestand. Es liegt eine ereignisreiche Zeit hinter ihr, mit vielen schönen Erlebnissen, die sie mitgeprägt hat, aber auch mit schwierigen Situationen, die sie zu meistern hatte.

Im Herbst 1995 kam sie in unsere Einrichtung und hat sich im Laufe der Jahre immer wieder neuen Aufgaben, bzw. Herausforderungen gestellt. Es war immer eine Zeit der Veränderung und Bewegung, die durch neue pädagogische Ansätze, Gesetze, Personalwechsel und vieles mehr, geprägt war. Anfangs hatte sie noch die Gruppenleitung in der Apfelgruppe, die sie aber später schweren Herzens abgegeben hat, da die Leitungsaufgaben immer vielfältiger wurden. Mit der Zeit wurde das Büro ihr zweites Zuhause, wobei ihr die Zeit, in der sie sich mit den Kindern beschäftigte, immer sehr am Herzen lag und ihr einen Ausgleich verschaffte, z.B. im Deutschvorkurs und bei der Bibelbühne.

Viele Meilensteine hat sie gesetzt und somit ihre Handschrift hinterlassen. Es wurden z.B. Jubiläen und Feste gefeiert, es standen immer wieder Renovierungsarbeiten an, bei denen sie auch selbst Hand anlegte. Der große Umbau mit der Eröffnung einer Krippengruppe gehen genauso mit auf ihr Konto wie die damalige Mitbegründung eines Fördervereins in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat. Ein weiteres Highlight war die komplette Gartenumgestaltung im Jahr 2001.

Ihr Team lag ihr besonders am Herzen. Sie führte es partnerschaftlich und kollegial, wobei sie auch darauf achtete, dass sich jeder nach seinen Fähigkeiten entwickeln konnte. Durch sie boten sich in unserem Haus Chancen für Mitarbeiter, die nicht alltäglich sind. Stets hatte sie ein offenes Ohr, zeigte für viele Situationen Verständnis, erinnerte ihre Leute aber auch an ihre Pflichten. Neuen Dingen gegenüber war sie aufgeschlossen und hat jedem die Freiheit gelassen, sich auszuprobieren. Jeder Geburtstag wurde mit einer persönlichen Karte gewürdigt und jedes Jahr gab es einen Gemeinschaftsadventskalender für ihre Mitarbeitenden. Wir schätzten sie für ihre Wärme, Geduld und Ausdauer und wünschen ihr im Ruhestand alles Gute, viel Zeit mit ihrer Familie und vor allem Gesundheit. Wir bedanken uns für die liebevolle und fruchtbare Zusammenarbeit. Der gemeinsame Weg, den wir zusammen gegangen sind, hat bei uns allen Spuren hinterlassen, die uns jetzt in eine neue Zeit begleiten.

Ilka Hoffman

 

Albrecht Fietz

Datum

17. März 2021