An dieser Stelle soll unser Pfarrer etwas genauer vorgestellt werden:

Pfarrer Thomas Bachmann

Kurzer Lebenslauf

Thomas Bachmann

Thomas Bachmann wurde am 28. März 1966 in Schongau geboren.

Nach dem Abitur ging er als Sportsoldat zur Bundeswehr in die „Sportfördergruppe Fallschirmspringen“.

1988 entdeckte der den Glauben und seine Berufung während eines Einzelkämpferlehrgangs.
Anschließend schied er aus der Bundeswehr aus und heiratete mit 22 Jahren.
Thomas Bachmann hat zwei Kinder (Joy und Joel).

Thomas Bachmann war 12 Jahre lang Leiter der überkonfessionellen Studentengruppe „Studenten für Christus“ in München und arbeitete in der „Vineyard Gemeinde München“ u.a. einige Jahre als Co- Pastor.

1999 bestand er das 1. Examen in evangelischer Theologie.

2001 begann das Vikariat in der Kirchengemeinde Unterschleißheim.

2003 heiratete Thomas nach dem Scheitern der 1. Ehe seine neue Ehefrau Renate. Kurz danach bestand er das 2. Examen in evangelischer Theologie.

Von 2004 bis 2014 war er Pfarrer in Hallbergmoos und Neufahrn. Zudem führte er ab 2011 einen eigenen Projektauftrag mit dem Namen „Neuer Wein in neue Schläuche“ durch. Dieser hatte das Ziel, konfessionslose Menschen (neu) für den Glauben an Jesus Christus und die Kirche zu gewinnen.

2012 wurde die die neu erbaute Emmaus-Kirche mit Gemeindezentrum in Hallbergmoos eingeweiht.

2014 folgte Thomas Bachmann dem Ruf in die Gemeinde St. Matthäus in Augsburg.

Einblick in die frühere Gemeinde von Pfarrer Thomas Bachmann

Glaube

wünsche

Meinen ersten bewussten Kontakt mit dem Glauben an Gott hatte ich in der Grundschule. Eine wunderbare ältere Religionslehrerin mit einer liebevollen Art erzählte uns von Jesus und seiner Auferstehung. Zum damaligen Zeitpunkt- meine beiden Goldhamster waren gerade gestorben- gab mir dieser Glaube einen großen Trost.

Während der Konfirmationszeit hatte ich viele andere Dinge im Kopf und nervte meinen Pfarrer so sehr, dass er mich beinahe nicht konfirmiert hätte. Nur durch das Intervenieren meines Vaters ließ dieser sich schließlich umstimmen. Viel später erst wurde mir dann mein Konfirmationsspruch aus Lukas 11,9-10 wichtig:

„Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“
Ich erinnere mich, dass ich durchaus den Glauben an Gott vor meinen philosophischen Freunden verteidigte, jedoch mich – was meine Lebensführung betraf – nicht bewusst an den Geboten Jesu orientierte. Gott spielte, was den Alltag betraf, keine zentrale Rolle für mich. Aber immerhin gehörte ihm ein tägliches kurzes Abendgebet.
Erst während meiner Bundeswehrzeit als Sportsoldat begann ich, mich intensiver mit der Sinnfrage zu beschäftigen und das Gebet spielte bei den zahlreichen Fallschirmsprüngen kurz vor jedem Absprung eine wesentliche Rolle.
Nachdem ich in Sachen spiritueller Suche Buddhismus, Islam, Makrobiotik, Bioenergetik und einige Selbsthilfebücher versucht hatte, fesselte mich zunächst ein Gebet, das ich in einem dieser Bücher fand. Es lautete folgendermaßen und ich lernte es auswendig:
Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.
Erstaunlicherweise wurde mir erstmalig durch diese Zeilen bewusst, dass Gott wirklich ein „DU“ für mich ist und dass ER mich ganz persönlich meint.
Im Jahre 1987 erlebte ich dann während einer Trainingsreise in North Carolina Gottes Liebe hautnah. Da ich auf meiner religiösen Suche sehr ernsthaft und auch angestrengt nach innerem Frieden suchte und diesen u.a. durch Einhaltung bestimmter Essensregeln oder religiöser Übungen zu erreichen suchte, überraschte mich diese Liebe, die mich einfach erfasste und mich erleben ließ, dass ich so angenommen bin, wie ich war- bedingungslos.
Einige Monate später im Januar 1988 mitten im Einzelkämpferlehrgang las ich in einer Gideonbibel Verse aus dem Brief des Paulus an die Römer- eigentlich schlug ich wahllos die Bibel auf, weil ich damals innerlich spürte, dass ich eigentlich kein Soldat sein wollte und mich letztlich fragte, wofür ich auf dieser Erde war.
Die Worte „berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes“ (Römer 1,1) trafen damals mein Herz und ich wusste plötzlich, was ich wollte, ohne genau zu wissen, was das bedeutete. Ich wollte und sollte das Evangelium predigen. Ich wollte und sollte ein Botschafter dieses Gottes sein, den ich zwar noch nicht so wirklich kannte, aber dessen Liebe mich bis in die Tiefen meiner Seele erfasst hatte. Aber was war das Evangelium, das ich predigen sollte? Es sollte noch einige Wochen dauern, bis ich zum ersten Mal bewusst das Evangelium las- die frohe Botschaft von der Liebe Gottes. Vieles, was ich las, hatte ich selbst schon punktuell erfahren dürfen, weshalb mein Hunger nach Gott wuchs und mein Vertrauen fester wurde.
Zum ersten Mal traf ich damals die Entscheidung, diesem Jesus, von dem ich in der Bibel gelesen hatte und der mich offensichtlich in seinem Team haben wollte, nachzufolgen.
Seit dieser Zeit erlebe ich Glauben als Beziehung, die frei macht. Gott ist seit über 25 Jahren der CEO meines Lebens und ich durfte seitdem viel mit ihm erleben.
In diesen Jahren bin ich auch gescheitert – der Glaube bewahrt uns nicht vor tiefen Tälern. Aber durch die Freunschaftsbeziehung mit diesem Gott können wir auch aus dunklen Schluchten gestärkt und gesegnet hervorgehen.
Die Kirche ist eine geniale Schöpfung Gottes. Ohne die Gemeinschaft mit anderen Christen, von denen ich lernen durfte und mit denen ich gemeinsam bis heute unterwegs sein darf, wäre mein Glaube verkümmert. Für mich gibt es keine erfüllendere Aufgabe, als Jesus Christus und seiner Kirche zu dienen. Zusammen mit anderen Menschen Jesus nachzufolgen, gemeinsam im Glauben an Gott zu wachsen und anderen Menschen seine Liebe vorleben und weiterzugeben, erfüllt mein Leben mit Sinn. Zu erleben, wie sich immer wieder Menschen zusammenfinden, die von Gott berührt werden, sich von ihm berufen wissen und sich in ihren unterschiedlichen Begabungen zum Bau von Gottes Reich einsetzen, ist eine große Freude, die ich nie mehr missen möchte.

Freizeit

sport

In früheren Jahren hatte Tommy Bachmann das große Hobby Fallschirmspringen. Inzwischen ist dieses Hobby aufgrund anderer Pflichten in den Hintergrund gerückt. Thomas ist dennoch sportlich unterwegs: neben joggen weist er auch Tenniserfahrung auf.

Musikalisch findet man Tommy des Öfteren an einer Gitarre wieder. Gerne auch im Gottesdienst zusammen mit der Band.

Er schreibt gerne Lieder, die seinen Glauben widerspiegeln und arbeitet zusammen mit einem Freund an seinem ersten CD-Projekt.

Thomas Bachmann – Wo Du Auch Gehst