Kirche – nicht relevant oder doch?

Beim Wort Kirche schwingen die unterschiedlichsten Vibes mit.

Wenn mich im Alter von 20 Jahren jemand gefragt hätte, was Kirche für mich bedeutet, ich hätte zum damaligen Zeitpunkt gesagt: Für mich hat Kirche keinerlei Relevanz. Ich bin auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und die Kirche ist der letzte Ort, wo ich eine Antwort auf diese Frage erwarte.

Das hat sich nur wenige Jahre später komplett gewandelt. Der Grund dafür: Ich durfte Jesus kennenlernen. Persönlich. Und weil ich durch ihn den Sinn meines Lebens gefunden habe, weil ich durch ihn auf einmal auch ein großes Interesse an der Bibel als Wort Gottes erlebt habe, war es mir wichtig geworden, für all das eine Leidenschaft zu gewinnen, wofür Jesus selbst Leidenschaft hat: und das war vor allem seine Kirche!

Nun meine ich aber mit Kirche nicht zuallererst:

· ein Gebäude (auch wenn es wunderbare Kirchengebäude gibt und wir mit ihnen Heimat oder gute Erlebnisse verbinden können)

· eine Institution (auch wenn die Existenz dergleichen völlig in Ordnung ist und sie Gutes leisten kann)

· eine Gemeinschaft, die sich zufällig im Raum der Kirche trifft (auch wenn das viele tun und daran nichts verwerflich ist)

 

Kirche für mich

Für mich wurde von Beginn meines Glaubenslebens Kirche wichtig als eine Gemeinschaft von Menschen, die Jesus heute nachfolgen wollen und ihn und sein Wort zum Maßstab über ihr Leben anerkennen. Kirche- das sind keine perfekten Menschen- sondern Menschen, die allesamt glauben, dass Jesus sie durch seinen Tod und seine Auferstehung zurück in die Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel, dem Schöpfer des Lebens, gebracht hat- und in eine geschwisterliche Gemeinschaft miteinander.

Ich habe lebendige Kirche zuallererst im Jahr 1988 in einer Gruppe von Studenten erfahren. Sie trafen sich in einem Wohnzimmer, sangen Lobpreislieder, lasen die Bibel so, als gelte alles auch heute noch und erwarteten Gottes Eingreifen, ebenso wie es die Menschen damals zur Erdenzeit Jesu erlebt haben. Ich begriff Kirche als eine Gemeinschaft von Menschen, die sich in der Liebe Jesu begegnen wollten und ernsthaft dafür lebten, dass sich der Glaube heute verbreitet.  

 

Kirche – eine Leidenschaft

Diese Leidenschaft ist noch immer in mir. Gott hat mich ins Pfarramt berufen, um in der Institution der bayerischen Landeskirche Menschen zum lebendigen Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus und in seine Nachfolge zu rufen. Ich liebe unsere Matthäuskirche und meine damit vor allem die lebendige Gemeinschaft von unterschiedlichsten Menschen, die sich danach sehnen, dass Jesus heute bekannt gemacht wird und dass die Christen in ihrem Glauben und in ihrem Charakter wachsen. 

Ich meine damit auch unsere lebendigen Gottesdienste am Sonntag in unterschiedlichen Formen, die verschiedenen Kleingruppen, in denen Freundschaft und Zusammenhalt wachsen können, genauso wie die Dream Teams der Gemeinde, in denen sich Menschen nach ihren Gaben und Neigungen zum Wohl aller einsetzen.

Mit Kirche verbinde ich vor allem Leidenschaft: Für Gott, für sein Volk (aus Juden und Menschen aller Nationen) und für die Menschen, die noch gewonnen werden möchten.

Vielleicht geht es dir ja genauso. Oder vielleicht denkst du: so hab ich das noch nie gesehen. Wenn du Interesse hast, für dich herauszufinden, ob Kirche und Glauben mehr sein könnten, als das, was du bisher gedacht hast, komm gerne vorbei. 

Dein/euer 

Thomas Bachmann

 

 

 

 

 

St. Matthäus Redakteur

Datum

9. März 2026