Aktuelle Congo-News

Die Hilfe kam an … und geht weiter!

Wir sind wieder mal erfüllt mit Dankbarkeit über die viele Unterstützung, die wir aus St. Matthäus erhalten haben! Die Hilfe ist angekommen und hat die Herzen vieler berührt. Im letzten Einblick berichteten wir über den Vulkanausbruch mit anschließenden Erdbeben in Goma, im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Sie ließen die Stadt in Asche und tausende Menschen obdachlos und ohne Essen zurück. Über 500 Kinder wurden bei der Flucht vor der Lava von ihren Eltern getrennt. 40 dieser Kinder fanden in dem Waisenhaus, das wir als Focus Congo schon länger unterstützen, Zuflucht. Einige von ihnen konnten inzwischen zu ihren Eltern zurückgeführt werden. Nachdem die Erdbeben aufhörten und die Gase der Lava nicht mehr gefährlich waren, wurden die evakuierten Zonen in Goma für die Bevölkerung wieder freigegeben. Tausende Geflüchtete kehrten auf einmal wieder zurück, lebten in Notunterkünften auf der und um die inzwischen ausgekühlte Lava. Für uns stand fest: wir wollen und werden diesen Menschen helfen mit dem, was sie dringend benötigen – nämlich Essen und Hilfe beim Wiederaufbau ihrer Häuser. 

Pappy reiste im Juni für mehrere Wochen in den Kongo. Gemeinsam mit unserem lokalen Team vor Ort und Ehrenamtlichen, die aus Deutschland und den USA mitreisten, wurden über 200 Essenspakete für Familien in Notunterkünften eingekauft und gepackt. Da die Not und der Andrang von Hilfsbedürftigen anfangs so groß waren, identifizierte unser Team besonders bedürftige Familien: alleinerziehende, schwangere/stillende und minderjährige Mütter mit ihren Kindern, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Sie bekamen eine Art „Gutschein“, den sie zur Verteilung mitbrachten. Die Hilfsgüterverteilung fand dann zu einem ausgemachten Zeitpunkt etwas außerhalb von drei verschiedenen Stadtvierteln in Goma statt. So konnte Chaos bei der Essensverteilung vermieden werden und die Hilfe kam direkt bei den Bedürftigen an! Wir sahen in strahlende und dankbare Gesichter. Einige teilten unserem Team ihre Geschichte mit, für viele dieser Menschen konnten wir beten. Sechs Familien konnten wir beim Wiederaufbau ihrer Häuser mit Zement und Wellblechdächern helfen!

Natürlich erhielt auch das Waisenhaus, welches die geflüchteten, elternlosen Kinder aufnahm, einen Teil der Hilfe. Neben Säcken voll Nahrungsmitteln haben sie auch Kleidung und Hilfe für medizinische Bedarfe der Kinder bekommen. Die Kinder sangen im Chor aus Dankbarkeit und Freude. Trotzdem ist für sie nach dem Vulkanausbruch die Welt auf den Kopf gestellt. Es ist unser Gebet für diese Kinder und Familien, dass Gott ihnen, wie in Jesaja 61,3 steht: „Kopfschmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes“ gibt. Als Focus Congo und Gemeinde Gottes möchten wir ganz praktisch unsere Nächstenliebe zeigen. Gleichzeitig wissen und vertrauen wir, dass dort wo unsere Hilfe begrenzt ist, Gott sich in seiner Gnade und Allmacht zeigt, Herzen heilt und Licht in dunklen Zeiten ist. Die Zukunft der Kinder aus dem Waisenhaus liegt uns besonders am Herzen. 30 Kinder haben ihre Eltern bis jetzt nicht wiedergefunden. Ihnen möchten wir weitere Hilfe zukommen lassen und sie das nächste Jahr in die Schule schicken, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Hierfür sind wir weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Je nach Alter und Schule kann man bereits mit 30 Euro im Monat die Schulbildung finanzieren!

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war die lang ersehnte Ankunft des Hilfscontainers und die Verteilung der Sachspenden für unsere Projekte, besonders aber der medizinischen Ausstattung für Partnerkrankenhäuser, besonders das ‚Chahi Hospital’ in der Stadt Bukavu. Auch hier danken wir St. Matthäus für die großzügige Unterstützung! Nach einigen Staus und Hindernissen auf der Reise und extra Behördengängen konnten wir den Container in Empfang nehmen. Ärzte und Krankenschwestern waren überwältigt. Stephen, der mitgeflogene Chirurg aus Stuttgart, konnte während des Einsatzes wieder über zwanzig erfolgreiche Operationen an Patienten durchführen. Weil gegen Ende des Einsatzes nicht mehr viel Zeit blieb, alle Ärzte und Pfleger einzuweisen und Geräte aufzubauen, wird Stephen nochmals Ende Oktober für zwei Wochen in den Kongo reisen, um das Containerprojekt erfolgreich zu Ende zu bringen. 

Wir danken allen aus St. Matthäus, die schon lange an unserer Seite stehen, unsere Arbeit im Herzen und Gebet weiter mittragen und uns unterstützen! Seien Sie gesegnet!

Svenja und Pappy Rwizibuka

 

 

 

 

Spendenbescheinigungen sind möglich direkt an:

Focus Congo e.V.: IBAN DE49 5206 0410 0005 0015 10, BIC: GENODEF1EK1, Evangl. Bank eG

Stichwort: Vulkan oder Stichwort: Container

 

Mehr Infos über Focus Congo: www.focuscongo.com

 

 

Albrecht Fietz

Datum

9. Juni 2021