Über eine Tonne verteilte Essenspakete im Ostkongo

Wir sind überwältigt von der Unterstützung und dem Vertrauen, das uns von St. Matthäus und vielen Mitgliedern der Gemeinde entgegengebracht wurde. Gemeinsam haben wir es geschafft insgesamt mehr als eine Tonne Essen – Mais, Bohnen, Mehl – in Hilfspakete an Hungernde im Ostkongo zu verteilen. Durch die Ausgangsbeschränkung und wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona ist der Zugang zu Essen für viele arme Menschen im Osten des Kongo schier unmöglich. Junge Erwachsene der Hilfsorganisation Focus Congo haben in den letzten Tagen im Kongo alles gegeben, um Hilfspakete aus Essen und Masken zu packen und zu verteilen. Die Aktionen fanden in unterschiedlichen Städten und Regionen im Ostkongo statt:

 

 

In der Stadt Bukavu wurden verteilt:
150 Hilfspakete für ältere Menschen
150 Hilfspakete für Patienten im “Chahi Krankenhaus”
70 Hilfspakete für erblindete Frauen und deren Familien im Stadtviertel Muhungu
30 Hilfspakete für Menschen mit Behinderung im Stadtviertel “Panzi”
In der Stadt Goma wurden verteilt:
200 Hilfspakete für ältere Menschen in 4 Stadtvierteln
23 Hilfspakete Waisenkinder und deren Pflegefamilien
Die gute Nachricht: Es geht noch weiter! Es wurde so viel gesammelt, dass nächste Woche die Hilfsaktion weitergehen wird. Geplant sind Hilfsaktionen in der Stadt Uvira, die vor kurzem überflutet wurde und viele Familien ihr Haus verloren haben. Besonders möchten wir dort in einem Flüchtlingslager helfen, in dem diese Woche der bereits eine Person an Hunger gestorben ist. Außerdem planen wir weitere Verteilaktionen in einem Aidswaisenheim und einem Dorf mit vielen älteren Menschen außerhalb der Stadt Bukavu.
Wir danken von Herzen allen großzügigen Geberinnen und Gebern. Auch allen, die uns im Gebet begleitet haben. Wir sind dankbar für allen Schutz, den wir erfahren haben. Danke, dass Sie auch weiterhin an unserer Seite bleiben. Gemeinsam Reich Gottes zu bauen, ist einfach wunderbar!!!

Impressionen von den Corona-Hilfsweinsätzen unter den Armen, Bilden und Kranken.

 

 

Folgend der letzte Beitrag von Anfang Juni 2020:

Corona kennt keine Grenzen. Nächstenliebe auch nicht.

Die Coronakrise stellt uns alle vor enorme Herausforderungen. So auch die ohnehin arme Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo, im Herzen Afrikas. Weil das Gesundheitssystem vor Ort auf einen Ausbruch des Virus nicht vorbereitet ist, versucht man durch strikte Ausgangssperren einen möglichen Ausbruch zu verhindern. Das Militär und die Polizei überwachen die Sperrungen zwischen Provinzen, Städten, sogar einzelnen Stadtvierteln und Dörfern. Der Alltag und Handel stehen komplett still. Die Folgen sind Essensknappheit und überhöhte Preise für Nahrungsmittel.

Insbesondere ältere alleinstehende Menschen können sich kein Essen besorgen, weil sie nicht mehr auf den Markt dürfen und die Vorräte aufgebraucht sind. Auch in den Gefängnissen herrscht große Hungersnot. Die Gefangenen werden nicht von staatlicher Seite versorgt, sondern sind abhängig von Hilfe von außen, von Familie, Freunden und Hilfsorganisationen, wie Focus Congo e.V..

Focus Congo e.V. wurde von Svenja und Pappy Orion, Mitglieder der St. Matthäus Gemeinde, gegründet. Focus Congo e.V. unterstützt junge Menschen im Kongo dabei, Gottes Reich zu bauen und Verantwortung für ihr eigenes Land zu übernehmen – auch und besonders in Zeiten von Corona. Gemeinsam mit den Jugendlichen aus den Projekten vor Ort möchten sie Essenspakete richten und an hungernde Menschen in ihrer Nachbarschaft, in den Gefängnissen und in Elendsvierteln verteilen.

Diese Initiative möchte Pfarrer Thomas Bachmann mit der St. Matthäus Gemeinde aktiv unterstützen. Nicht nur im Gebet, sondern auch durch das Sammeln von Spenden für die Essenspakete. Jeder Euro zählt und stillt Hunger!

 

Das folgende Video stellt die aktuelle Aktion im Kongo vor, um dort Hilfspakete zu kaufen und zu verteilen.

 

Im nächsten Video geben wir weiteren Einblick in die Arbeit von Focus Congo e.V.

… und hier im folgenden Video sagen viele betroffene Menschen im Kongo Danke an St. Matthäus

Spenden Sie bitte weiter für die aktuelle Situation im Kongo

Svenja und Pappy Orion konnten letzten Sonntag bereits im Livestream-Gottesdienst ihren Dienst und die aktuelle Situation im Kongo vorstellen und sie bedanken sich bereits für die ersten spontanen Spenden, die umgehend dafür eingegangen waren.

Für weitere Überweisungen gibt es die Möglichkeiten,

 

entweder hier viaPayPal zu spenden

 

oder per Bankanweisung an das folgenden Konto:

Spendenkonto: Focus Congo e.V., IBAN: DE49 5206 0410 0005 0015 10, BIC: GENODEF1EK1, Verwendungszweck: Hilfspakete Kongo, Bank: Evangelische Bank eG

 

Mehr Informationen unter www.focuscongo.com

 

Albrecht Fietz

Datum

9. Juli 2020